Sprachliche Bildung im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit
Bundesweiter Schwerpunkt an der Pädagogischen Hochschule Steiermark

„Die Schulen sind Deutsch.“

Sprachbezogene Diskurse und Diskriminierung in der Schule. Digitale Lehr-Lern-Bausteine Deutsch als Zweitsprache (DLLB DaZ), Vol. 2.

Jahr:
2025
Verlag:
LMU
AutorInnen/Herausgeber:
Bjegač, Vesna / Pokitsch, Doris
Reihenherausgeber:innen: Clara Dettki, Stefan Hackl, Sinja Hirt, Michael Penzold
Ort:
München

Was passiert, wenn eine Schülerin wegen eines Gesprächs auf Türkisch eine Strafarbeit schreiben muss? Der vorliegende Beitrag nimmt dies zum Anlass, um zentrale Fragen über Sprache, Macht und Zugehörigkeit im schulischen Kontext aufzuwerfen. Denn Sprache ist in der Schule weit mehr als ein neutrales Kommunikationsmittel – sie wird zum Mittel der Aus- und Einschlüsse, zum Marker von Differenz und Legitimation.

Ausgehend von Konzepten wie Sprachideologie und sprachbezogene Diskurse analysiert die Publikation, wie sprachliche Praktiken in Schulen bewertet, reguliert und interpretiert werden. Dabei steht im Fokus, wie Schüler:innen sich selbst und andere sprachlich positionieren – und wie solche Prozesse Diskriminierung befördern können. Ein kritischer Blick auf alltägliche Routinen zeigt, wie tief gesellschaftliche Machtverhältnisse in schulischem Sprachhandeln verankert sind.

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